Letztes Update: 31.10.20

 

Damit sich Ihr kleiner Stubentiger von Anfang an wohlfühlen und bestens entwickeln kann, ist neben ausreichender Bewegung und viel Beschäftigung auch die richtige Ernährung sehr wichtig. Da Katzen ständig in Bewegung sind, haben sie einen hohen Energieumsatz, der gestillt sein will. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Futter in der jeweiligen Lebensphase vom Kätzchen bis zum Senioren achten müssen. So kann gewährleistet werden, dass das Katzenfutter bestmöglich auf die Bedürfnisse des wachsenden Organismus angepasst ist.

 

Spezielle Ernährung für Kitten (Katzenbabys)

Junge Katzen werden natürlich zunächst gesäugt oder mit Ersatzmilch für Katzen aufgezogen. Die jungen Katzen müssen entsprechend erst lernen, feste Nahrung zu fressen und benötigen daher speziell auf die Bedürfnisse zugeschnittenes Katzenfutter.

In den ersten Lebenswochen und –monaten ist es sehr wichtig, das Katzenbaby mit einem speziell zugeschnittenen Futtermittel zu versorgen, damit es alle Nährstoffe bekommt, die es braucht. Wenn das Muttertier beispielsweise zu wenig Milch produziert, müssen Sie sogar noch früher ansetzen und Katzen-Ersatzmilch verwenden. Welches Futtermittel als bestes Futter für Katzen geeignet ist, wenn sie heranwachsen, hängt vom Alter ab.

 

Das richtige Katzenfutter zur richtigen Zeit

Zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche kann bereits langsam der Übergang von Milch zu festem Futter angegangen werden. Von der Mutter lernen die Kleinen den Umgang mit dem Napf und interessieren sich bereits für den Inhalt. Häufig probieren die Kätzchen hier bereits Katzenfutter, wechseln aber noch zwischen Milch und festem Futter hin und her. Wenn der Milchfluss beim Muttertier dann immer weiter nachlässt, ist die Umstellung üblicherweise zwischen der achten und zehnten Lebenswoche abgeschlossen.

Damit die Katze alle notwendigen Nährstoffe bekommt, die es zum optimalen Wachstum braucht, sollten Sie in den ersten Wochen ein hochwertiges Junior-Alleinfuttermittel verfüttern und nicht an der falschen Stelle sparen. Spezielle Babykost für Katzenbabys ist im Handel in unterschiedlichen Varianten verfügbar.

Ab einem Alter von etwa sieben Monaten sind die meisten Katzen so weit ausgewachsen, dass sie herkömmliches Katzenfutter fressen können. Um diesen Zeitraum herum sollte daher die Umstellung auf Erwachsenenfutter erfolgt sein. Wenn Sie zu früh Futter für ausgewachsene Tiere verfüttern, kann dies zu schweren Mangelerscheinungen und zu einer Unterversorgung des Tieres führen. Damit die Umstellung bestmöglich gelingt, sollten Sie der kleinen Katze verschiedene Geschmacksrichtungen und Futtervarianten probieren lassen. Hier können Sie auch unterschiedliche Marken ausprobieren, um herauszufinden, welches Futter das Tier am besten annimmt. So vermeiden Sie zudem, dass sich die Katze auf ein einziges Futter festlegt, beugen Mäkeleien im Erwachsenenalter vor und können zudem die Verträglichkeit genau testen. Manche Tiere sind etwas empfindlicher als andere Tiere. Stellen Sie das Futter daher um, wenn das Tier Durchfall bekommt oder wechseln Sie das Futter nicht zu häufig.

Kurzübersicht über die Ernährung von Katzenkindern

  • 4. bis 8. Woche:            Übergang von Muttermilch zu festem Futter
  • 8. bis 10. Woche:         Abschluss der Umstellung auf feste Nahrung
  • Ab 7. Monat:                  Umstellung von Kitten- auf Katzenfutter für ausgewachsene Katzen

Die Besonderheiten von speziellem Katzenfutter für Katzenbabys

In der ersten Lebensphase erkunden die neugierigen Stubentiger die gesamte Umgebung. Der Körper wächst schnell und der Organismus läuft auf Hochtouren. Innerhalb weniger Monate wird aus dem kleinen Kitten eine ausgewachsene, energiegeladene, neugierige und agile Hauskatze, die ständig ihre Umgebung in Atem hält. Die Katze vervielfacht in dieser Zeit ihr Körpergewicht und die Katze lernt täglich neue athletisch anmutende Bewegungen und Leistungen.

Damit sich der Körper gesund und gut entwickeln kann, muss das Futter alle wichtigen Bestandteile in einem für das jeweilige Alter angepassten Verhältnis enthalten. Ein Katzenbaby hat beispielsweise einen etwa zweimal so hohen Energiebedarf wie eine ausgewachsene Katze. Entsprechend hat spezielles Katzenfutter für Babykatzen einen deutlich höheren Nährwert.

Der kleine Magen kann noch keine großen Portionen aufnehmen, sondern muss die Energie in kleinen Portionen bereitstellen. Daher müssen Katzenbabys auch deutlich häufiger über den Tag verteilt mit kleinen Portionen gefüttert werden. Besonders wichtig sind in dieser Zeit gut verdauliche Eiweiße, denn dies trägt dem schnellen Stoffwechsel der Tiere Rechnung. Zudem können mehr Aminosäuren aufgenommen werden. Katzenbabys sollten zur Deckung ihres hohen Energiebedarfs mit energiereicher Nahrung gefüttert und darüber hinaus auch immer Trockenfutter zur Verfügung haben. Dies stärkt die Kaumuskulatur und beugt Zahnstein vor. Achten Sie zudem unbedingt darauf, dass immer ausreichend viel frisches Wasser zur Verfügung steht. Wir raten davon ab, kleine Katzen ausschließlich mit Nassfutter zu füttern, denn hierunter kann die Entwicklung der Kiefermuskulatur leiden.


Die perfekte Zusammensetzung von Kittenfutter

  • Als Hauptnährstoffe sollten neben hochwertigem tierischem Eiweiß auch Fettsäuren (Omega 3 und 6) enthalten sein.
  • Spurenelemente sind ebenfalls sehr wichtig (Kalzium, Magnesium, Selen, etc.)
  • Aminosäuren wie Taurin oder Arginin sollten ebenfalls im Futter enthalten sein.
  • Natürlich dürfen auch Vitamine nicht fehlen.

 

Fressen aus dem Napf will gelernt sein

Katzenbabys lernen das Fressen aus dem Napf üblicherweise von der Mutter. Sie beobachten das Fressverhalten der erwachsenen Tiere und ahmen es nach. Anfängliche Schwierigkeiten sind normal und Sie sollten daher nicht gleich in Panik verfallen, wenn das Kitten am Anfang etwas verwirrt ist und nicht gleich aus dem Napf frisst. Solange Katzenbabys gesäugt werden oder mit der Flasche großgezogen werden, ist die Nahrungsquelle direkt waagerecht vor dem Maul oder etwas höher. Mit dem Fressen aus dem Napf ändert sich das plötzlich, denn das Kätzchen muss den Kopf nun zum Fressen senken und das Futter selbst mit dem Maul anheben. Das will natürlich geübt sein.

Sollten Sie ein Katzenbaby ohne seine Mutter aufziehen müssen, kann man zu Beginn Katzenfutter auf einem Löffel füttern. So ist die Umgewöhnung nicht so drastisch, da das Kitten das Futter vom Löffel aus waagerecht aufnehmen kann. Im Laufe der Zeit kann der Löffel dann langsam abgesenkt werden, bis das Tier aus dem Napf frisst. Hat die Katze dieses Verhalten einmal verinnerlicht, ist der Umstieg auf den Napf gelungen. Idealerweise lernt das Tier dieses Verhalten aber natürlich von seiner Mutter.

Spezielles Seniorenfutter für Katzen

Wenn Ihre Katze ein Alter von etwa acht Jahren erreicht hat, geht sie ins Seniorenalter über. Von diesem Zeitpunkt an hat das Tier zwar in der Regel noch mindestens die Hälfte seines Lebens vor sich, doch der Organismus und Stoffwechsel des Tieres verändert sich. Katzen sind mit acht Jahren noch sehr fit und agil. Die Verdauung wird aber träger und der Stoffwechsel läuft langsamer ab. Entsprechend funktionieren auch die Organe nicht mehr ganz so gut wie in jungen Jahren.

Seniorenfutter hat dementsprechend eine etwas andere Zusammensetzung, denn das Futter trägt diesen Veränderungen Rechnung. Durch weniger Eiweiß und Phosphor wird die Nierenfunktion entlastet und die Energiedichte des Futters ist insgesamt geringer. Zudem sind leicht verdauliche Inhaltsstoffe empfehlenswert, die das Verdauungssystem weniger stark belasten. Gleichzeitig können Sie ab diesem Alter über die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln für Katzen nachdenken, dies ist aber natürlich kein Muss.

Etwa um diesen Lebensabschnitt herum kommt es häufig vor, dass Katzen Übergewicht entwickeln, da sie nicht selten nach wie vor mit herkömmlichem Katzenfutter gefüttert werden, dass ihnen häufig sogar den ganzen Tag über zur Verfügung steht. Dadurch nehmen die Tiere im Verhältnis zum Bedarf zu viel Energie auf, die dann in Fett umgewandelt wird. Beobachten Sie daher auch das Gewicht Ihrer Katze, um den richtigen Zeitpunkt für den Futterumstieg zu finden.

 

 

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