Letztes Update: 04.10.22

 

Als Hundehalter und Halterin stehen Sie heute vor einer schier endlosen Auswahl an verschiedenen Futterarten für unterschiedliche Rassen, Altersgruppen oder sogar Aktivitätsprofile. Eine der Haupt-Diskussionen, die beim Thema Hundefutter geführt wird, ist die Frage, welches Futter für meinen Hund besser geeignet ist: Nassfutter oder Trockenfutter.

Diesem Thema möchten wir uns in diesem Artikel widmen und die wesentlichen Unterschiede, Vorteile und Nachteile und Anwendungsbereiche zusammenfassen. So sollte es Ihnen leichter fallen, das beste Hundefutter für Ihre persönlichen Anforderungen bzw. für die Anforderungen des Hundes zu finden.

 

Trocken- vs. Nassfutter: ein Unterschied wie Tag und Nacht

Bei der Frage nach der Futterart spielt nicht nur der Feuchtigkeitsgehalt des Futters eine Rolle. Auch die Zusammensetzung an Inhaltsstoffen und die Nährstoffe haben eine große Bedeutung. Ein Futter ohne Vitamine und mit wenigen Mineral- und Nährstoffen ist nie gut; unabhängig davon, ob es sich um Trockenfutter oder Nassfutter handelt. Eine artgerechte Ernährung des Hundes ist auf der anderen Seite sowohl mit Nass- als auch Trockenfutter möglich. 

Der größte Unterschied zwischen den beiden Futterarten ist natürlich der Wassergehalt – daher auch der Name. Während Nassfutter einen Wassergehalt von bis zu 85% hat, liegt er bei Trockenfutter in der Regel nur etwas zwischen 2,5 und 13 %. Darüber hinaus kann es auch Unterschiede in den Inhaltsstoffen und den Proteinquellen geben. In Trockenfutter kommen meist Blut, Schlachtabfälle oder getrocknetes Fleisch zum Einsatz, während im Nassfutter auch Fleisch, Innereien und Organe enthalten sein können. Das heißt aber nicht, dass nicht auch hier Blut und Schlachtabfälle zum Einsatz kommen. 

Sowohl bei Nass- als auch bei Trockenfutter können Sie Produkte mit alternativen Proteinquellen wie beispielsweise Insektenprotein finden. Premium-Hundefutter von Futterexperten wie https://www.der-zooexperte.de/ enthält mitunter 60% Fleisch, das nicht aus Massentierhaltung stammt. Wenn Sie Wert darauf legen, auf tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter zu verzichten, sollten Sie zu solchen hochwertigen Produkten greifen und beim Futter keinesfalls einfach nur nach dem Preis schauen. Setzen Sie auf wertvolle Inhaltsstoffe, vertrauenswürdige Hersteller und achten Sie darauf, dass das Futter Ihrem Hund alles bietet, was er braucht. Erst dann macht es Sinn, sich mit der Frage zu befassen, ob Nassfutter oder Trockenfutter für Ihren Hund besser geeignet ist.

Vor- und Nachteile von Trockenfutter

Trockenfutter ist praktisch, beliebt bei Hunderhalterinnen und Haltern und hat zweifelsfrei viele Vorteile gegenüber Nassfutter. Doch es gibt immer auch Schattenseiten. Im Folgenden haben wir die Vorteile und Nachteile von Trockenfutter übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Die Vorteile des Trockenfutters 

In Trockenfutter sind alle Zutaten getrocknet und gepresst. Dadurch ist es im Vergleich zur gleichen Menge an Nassfutter deutlich energiereicher. Die Menge, die Ihr Hund fressen sollte, ist bei Trockenfutter entsprechend geringer. Je nach Hersteller und Produkt kann Trockenfutter daher Geld sparen. 

Ein weiterer Vorteil ist die Härte der Pellets, durch die die Zähne beim Kauen gereinigt und von Belägen befreit werden. Im Magen quellen die Pellets auf und der Hund ist recht schnell satt. Das Volumen der Pellets kann sich je nach Futter im Magen verdoppeln. Trockenfutter ist sehr unkompliziert in der Handhabung, da es sich platzsparend lagern und einfach dosieren lässt. Der Napf bleibt sauber, es kleckert nicht und riecht auch nicht so streng wie Nassfutter. Insbesondere auch unterwegs ist Trockenfutter daher ideal.

Nachteile von Trockenfutter für Hunde

Trockenfutter ist alles andere als saftig. Dadurch mögen es viele Hunde nicht. Die aufquellenden Pellets haben neben dem schnellen Sättigungseffekt zudem den Nebeneffekt, dass das Tier deutlich mehr trinken muss, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt. Wenn Ihr Hund generell eher wenig trinkt, kann durch Trockenfutter ein Wassermangel entstehen, der zu Verdauungsproblemen und Problemen bei der Nährstoffversorgung führen kann. 

Beachten Sie auch, dass Trockenfutter schimmeln kann, wenn es nicht absolut trocken und kühl gelagert wird.

 

Vor- und Nachteile von Nassfutter für Hunde

Schauen wir uns nun die Vorteile und Nachteile von Nassfutter in der Gegenüberstellung an.

Vorteile von Nassfutter

Geschmacklich hat Nassfutter ganz klar die Nase vorn. Der höhere Wassergehalt sorgt für einen intensiven Geruch. Daher ist es bei Hunden deutlich beliebter als das deutlich geruchlosere Trockenfutter. Auch hinsichtlich des Wasserhaushalts hat Nassfutter deutliche Vorteile für den Hund. Insbesondere Hunde, die eher wenig trinken, profitieren vom hohen Wasseranteil im Nassfutter.

Auch für Hunde, die eher zu Übergewicht neigen, ist Nassfutter deutlich empfehlenswerter, da es nicht so energiereich ist. Hunde, die mit viel Appetit essen, können mit Nassfutter ihr Gewicht deutlich leichter halten. Ein Gruß an dieser Stelle an alle Labrador-Besitzer und Besitzerinnen.

Nachteile von Nassfutter für Hunde

Bei Nassfutter gilt es, besonders gut auf die Inhaltsstoffe zu achten. Insbesondere in günstigem Nassfutter sind sehr häufig Konservierungsstoffe, Getreide oder Zucker enthalten. Darüber hinaus gestaltet sich die Aufbewahrung aufwändiger, denn Sie müssen eine große Menge an Dosen kaufen, wenn Sie sich einen Vorrat anlegen möchten. 

Im direkten Vergleich ist Nassfutter zudem deutlich teurer, denn bei gleicher Menge ist es durch den hohen Wasseranteil energieärmer, das Tier muss also mehr vom Futter fressen. Beachten Sie auch, dass Nassfutter nicht zu kühl verfüttert werden sollte, denn dies kann Bauchschmerzen verursachen. Neben viel Wasser ist in vielen Nassfuttersorten auch Geliermittel enthalten, damit die Konsistenz nicht zu flüssig ist. Geliermittel können jedoch bei vielen Hunden Blähungen verursachen.

Angebrochene Dosen können nur im Kühlschrank aufbewahrt werden, was jedoch neben der Butter zum Frühstück oder dem Aufschnitt und Käse nicht für jeden in Frage kommt. Beim Thema Müll schneidet Nassfutter ebenfalls deutlich schlechter ab, denn es verursacht eine deutlich größere Menge an Abfall als Trockenfutter.

 

Die Verträglichkeit des Futters für den Hund

Nicht jeder Hund verträgt jedes Futter gleichermaßen gut. Bevor Sie sich für eine bestimmte Art von Futter entscheiden, sollten Sie daher immer prüfen, ob das Tier das Futter gut verträgt. Hier hilft nur Ausprobieren. Beobachten Sie, ob der Hund nach dem Fressen Verdauungsprobleme hat und ob sich der Glanz des Fells reduziert oder das Tier Schuppen entwickelt. Auch Blähungen und sehr weicher Kot sind Anzeichen dafür, dass das Futter nicht gut vertragen wird. 

Ist der Kot des Tiers zu weich und treten starke Blähungen auf, empfehlen wir, einen Umstieg auf Trockenfutter auszuprobieren. Gleichzeitig kann auch ein Wechsel der Futtermarke eine positive Veränderung hervorrufen. 

Ursachen für Verdauungsprobleme bei Hunden

Verdauungsprobleme können viele verschiedene Ursachen haben. Es können Unverträglichkeiten oder auch Infekte dahinter stecken. In vielen Trocken- und Nassfuttersorten ist Getreide enthalten, das allergische Reaktionen hervorrufen kann. Getreidefreies Futter ist daher immer der erste Schritt, wenn Sie bei Ihrem Hund eine Unverträglichkeit vermuten. Auch eine Unverträglichkeit gegenüber der Proteinquelle im Futter kann die Ursache für Verdauungsprobleme sein. Hier können alternative Produkte mit viel Fleisch, ohne Abfälle oder Produkte mit Insektenprotein einen Versuch wert sein.

Mischfütterung als goldener Mittelweg für Ihren Hund

Statt sich für eine Futtersorte zu entscheiden, kann auch eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter eine gute Alternative sein. Es hängt dabei stark von den Bedürfnissen Ihres Hundes sowie von Ihrer Erwartungshaltung an ein Hundefutter ab, welche Variante für Sie ideal ist. Es gibt auf die Frage, welche Art von Hundefutter besser ist, keine objektiv richtige Antwort. Vielmehr hängt es von Ihnen und dem Tier ab, welches Futter als bestes Hundefutter in Frage kommt.

Wichtig ist immer, dass es sich beim Hundefutter um ein Alleinfutter handelt, damit das Tier mit allen Nährstoffen versorgt wird, die es braucht. Wer keine finale Entscheidung treffen möchte, kann auch Nass- und Trockenfutter kombinieren. Dabei ist es möglich, beide Futtersorten zu mischen oder beispielsweise auch ein halbfeuchtes Hundefutter zu kaufen, das einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 15 und 25% hat. Achten Sie auf jeden Fall stets auf eine hohe Qualität des Futters und auf eine ausreichende Menge an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, die zum Bedarf des Hundes passt.

 

 

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